Neben Thriller/Krimis schmöckere ich sehr gerne in Historischen Romanen. Von Lilly Bernstein habe ich schon zwei Bücher gelesen und habe mich nun dem dritten Buch von ihr gewidmet.
Rezension Sturmmädchen Freundinnen in dunkler Zeit
Klappentext
Drei junge Frauen.
Ein Schwur.
Wie stark ist eine Freundschaft?
Ein heißer Frühsommertag im Jahre 1933 in der Eifel: Elli, Margot und Käthe planschen ausgelassen an der Rur. In schillernden Farben malen die jungen Frauen sich aus, was ihnen die Zukunft bringen wird. Doch dann taucht eine Gruppe Halbstarker auf, die alle die Uniform der Hitler-Jugend tragen. Diesmal noch kommen die Mädchen mit dem Schrecken davon, doch bald schon geht es für die Jüdin Margot um Leben und Tod. Käthe folgt der Masse. Und Elli muss sich entscheiden, ob sie ihren eigenen Weg geht, trotz der Gefahren, die er birgt.
Warum mir gerade die Bücher von Lilly Bernstein so gut gefallen
Mittlerweile ist es das dritte Buch von Lilly Bernstein und es kommt bei mir sehr selten vor das ich gerade bei den Historischen Büchern, so an den Autoren festhalte. Aber ich mag den Schreibstil der Autorin sehr gerne und ich finde es auch immer sehr bewegend, wie sie ihre Geschichten aufbaut.
Inhalt
Dunkle Zeiten brechen an und stellen die Freundschaft von Elli, Käthe und Margot auf die Probe.
Während Margot untertauchen muss, geht Käthe mit der Masse. Ellie dagegen steht zwischen den Stühlen und weiß irgendwann nicht mehr wem sie vertrauen soll.
Erster Satz
"Zrib,Zrib", zwitscherte die Wasseramsel.
Meine Meinung
Als das Buch damals bei mir ankam, habe ich mit wahnsinnig darüber gefreut endlich wieder in einen historischen Roman abtauchen zu können.
Doch diesmal war es tatsächlich das schwächste Buch von der Autorin.
Kommen wir als erstes zum Cover. Ich finde es wieder sehr ansprechend und es reiht sich harmonisch zu seinen Vorgängern im Regal ein. Hier hab ich definitiv nichts auszusetzen.
Der Schreibstil der Autorin war auch wieder sehr angenehm zu lesen und ich bin sehr gut in dem Buch voran gekommen.
Unsere Protagonistin hier war Elli. Elli war ein Mädchen, dass in sehr ärmlichen Verhältnissen aufwächst. Ihre Mutter ist Hebamme und ihr Vater ist schon im Krieg gefallen. Bei einem Bauern dürfen sie hinter dem Hof in einer Hütte wohnen.
Elli möchte gerne wie ihre Mutter Hebamme werden, doch das geht wahrscheinlich nicht weil sie einen verkümmerten Fuß hat und deshalb von dem ganzen Dorf " Hinkemädchen" genannt wird.
Ellie war mir sehr sympathisch aber auch sehr naiv. Sie wird auch oft von ihrer Mutter unwissend gelassen, sodass sie des Öfteren in Situationen kommt die hätten vermieden werden können. Dennoch hat Elli das Herz am rechten Fleck.
Das merkt man vor allem wenn es um ihre Freundin Margot geht, egal wie gefährlich es ist.
Aber gerade hier kommt des Öfteren die Naivität von Elli durch, was am Anfang ja noch ganz okay war aber irgendwann fand ich es dann doch anstrengend.
Warum informiert sie sich nirgendwo, wie aktuell der Stand der Dinge ist? Warum bleibt sie so unwissend.
Käthe was tatsächlich für mich relativ schnell keine Freundin mehr. Sie hat sehr schnell auch Elli den Rücken gekehrt und war eigentlich für das ganze Buch nur eine Randfigur.
Auch das sie Elli nicht mal auf die Seite genommen hat und versucht hat ihrer Freundin irgendwie zu erklären was Sache ist oder auf was sie achten soll. Hat nicht wirklich positiv auf sie ausgestrahlt.
Margot hat es eigentlich am härtesten von allen getroffen. Mir tat sie in dem Buch einfach nur noch Leid, dennoch hatte sie doch immer wieder Optimistische Momente und ich hab sie um ihre Stärke bewundert.
Die Randcharaktere, waren diesmal von der Autorin zwar auch wieder liebevoll gestaltet, aber sind für mich doch etwas zu grau geblieben. Gerade die Mutter von Elli, der Bauer oder dessen Sohn.
Teilweise kamen für mich einfach die Emotionen und die Gefühle nicht ganz so rüber wie es eventuell gewollt gewesen wäre.
Aber tatsächlich hat mich auch die Mutter von Elli ziemlich genervt. Sie hat Elli schon sehr klein gehalten, egal welche Information Elli haben wollte,
sie hat sie einfach nicht bekommen. Klar, die Mutter wollte Elli immer nur schützen, aber manchmal ist Unwissenheit noch die viel größere Gefahr.
Alles in einem war es ein Buch, dass sich das Zeichen der Freundschaft gesetzt hat. Aber die Umsetzung war nun für mich nicht perfekte gelungen.
Fazit
Das Buch bekommt von mir ganz liebe...
3,5 Sterne
Ein Dankeschön geht an den Ullstein Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar
Die Rechte an Klappentext und Cover liegen alleine bei dem Verlag und der Autorin

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