Kommen heute endlich wieder zu einer Rezension. Zu einem Buch, dass mich sehr unschlüssig zurück gelassen hat, was ich von ihm halten soll.
Rezension Viel wichtiger ist jetzt die Gegenwart
Die Ich-Erzählerin kehrt in ihre norddeutsche Heimat zurück. Eine Versöhnung mit der Gegend und ihrer Mutter, die bald sterben wird. Eine evangelische Pfarrerin, die Pumps zu Talar trägt. Die von April bis Oktober auf Strümpfe verzichtet. Die heiße Kartoffeln stets mit den bloßen Fingern pellt. Die ihr Kind im Supermarkt vergisst. Die jetzt eine Echthaarperücke trägt und ihre eigene Beerdigung plant.
Warum ich gerade dieses Buch als Rezensionsexemplar ausgewählt habe.
Ich fand tatsächlich den Klappentext sehr ansprechend und war sehr gespannt darauf wie mich das Buch überzeugen wird, da ich mich hier auch mal wieder für was neues entschieden habe.
Inhalt
Die Mutter unsere Ich-Protagonistin liegt im Sterben. Krebs. Sie möchte nun alles wieder gut machen was früher schief gelaufen ist und weiß auch nicht ob es nun der richtige Weg ist.
Erster Satz
Kurz vor der Ortseinfahrt hast du dein professionelles Gesicht aufgesetzt.
Meine Meinung
Als das Buch bei mir ankam, war ich schon sehr gespannt darauf wie es mich überzeugen wird und ob es genauso sein wird, wie ich es mir durch den Klappentext vorgestellt habe.
Ich finde, das Cover, hat etwas sehr beruhigendes an sich. Gerade mit dem Watt im Hintergrund, ganz leicht gemalt sieht man Menschen und dann weiter hinten die See.
An den Schreibstil musste ich mich tatsächlich erstmal noch daran gewöhnen. Ich mag es zwar wenn aus der Ich-Perspektive geschrieben wird, aber dennoch finde ich es komisch, wenn ich nicht wirklich einen Namen habe.
Auch tat ich mir teilweise unfassbar herb damit, herauszufiltern ob wir gerade in der Gegenwart sind oder in der Vergangenheit. Hier hätte ich mir dann doch manchmal eine offensichtliche Kennzeichnung gewünscht.
Unsere Protagonistin, hat es hier in diesem Buch nicht leicht. Als ihre Mutter krank wird, bleibt ihr eigenes Leben stehen. Ihr Studium, ihre Beziehung, ihre Freunde.
Während des Lesen hab ich mich häufig gefragt, ob ich es auch so machen würde.
Durch das Buch habe ich sehr viel hinterfragt.
Was ich sehr schade gefunden habe, ist trotz des Themas, das einen Nachdenklich macht, bleiben einem die Charaktere fremd.
Gerade bei der Familie hätte ich mir gewünscht, dass man hier so etwas wie eine Beziehung hätte ausbauen können.
Man merkt zwar sehr schnell, dass jeder anders mit dem Thema Krebs und dem näher kommenden Tod umgeht, dennoch wäre sie einem fremd.
Der Bruder der nie da war, die Schwester die versucht etwas abzunehmen, der Vater der es ignoriert und die Mutter die teilweise tyrannisiert.
Auch der Partner unser Protagonistin, ist in meinen Augen alles andere als eine gute Stütze. Eher das Gegenteil. Auch er blieb mir fremd, ebenso wie der Freundeskreis unser Protagonistin.
In den Sprüngen in die Vergangenheit, merkt man warum die Beziehung zwischen ihr und ihrer Mutter manchmal schwierig war und warum sie versucht nun alles wieder gut zu machen.
Man lernt die Familie eigentlich in jeder erdenklichen Situation kennen, im Urlaub, beim Einkaufen, auf Fester. Man merkt was gut gelaufen ist und was eher schief gelaufen ist.
Das Buch hat einen durch ein Jahr mitgenommen, dass sehr intensiv von der Protagonistin erlebt worden ist.
Alles in einem hat mich das Buch sehr bewegt, aber die fehlende Nähe zu den Charakteren hat mir dennoch sehr zu schaffen gemacht.
Fazit
Das Buch bekommt von mir ...
Ein Dankeschön geht an den Kanon Verlag für diese Rezensionsexemplar
Die Rechte an Klappentext und Bild liegen alleine bei dem Verlag und der Autorin


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