Kommen wir heute auch direkt schon zu meiner zweiten Rezension. Zu einem Buch, an dem man eine Zeitlang gar nicht mehr vorbei gekommen ist und dessen Film auch schon auf Netflix unterwegs ist.
Rezension 22 Bahnen
Klappentext
Hochsommer in einer farblosen Kleinstadt: Neben Mathestudium und Nebenjob an der Supermarktkasse ist das allabendliche Schwimmen im Freibad einer der wenigen Lichtblicke für Tilda. Hier kann sie mal kurz abschalten in ihrem Alltag, in dem sie sich um ihre kleine Schwester Ida und ihre alkoholkranke Mutter kümmern muss. Von einem freien und unbeschwerten Leben erlaubt sie sich nicht zu träumen. Dann taucht Viktor auf, und plötzlich gerät alles aus dem Takt.
Warum ich mich gerade für dieses Buch entschieden habe
Ich habe das Buch von einer Arbeitskollegin ausgeliehen und nachdem der Film nun auf Netflix ist, wollte ich unbedingt das Buch lesen, bevor ich mir den Film anschaue.
Inhalt
Tildas Leben ist anders als das ihrer Freunde. Sie kümmert sich um ihre kleine Schwester Ida, aber auch um ihre Mutter die alkoholkrank ist und immer wieder ihre Phasen hat. Um ihr Studium zu finanzieren, Job sie in einem Supermarkt. Ihr Lichtblick ist das Freibad und ihre 22 Bahnen. Und dann kommt Viktor und bringt alles durcheinander.
Erster Satz
Hafermilch, Mandelmilch, Cashewmus, tiefgefrorene Himbeere, Hummus, Kölln Haferflocken, Chiasamen, Banenen, Dinkelnudeln, Avocado, Avocado, Avocado.
Meine Meinung
Ich war ja schon sehr, sehr neugierig auf das Buch. In meinem Freundeskreis haben es schon einige vor mir gelesen und waren begeistert. Da bei mir so Hypebücher immer das Gegenteil bewirken, war ich schon gespannt darauf ob es bei mir wieder anders sein wird.
Kommen wir als erstes zum Cover. Ich finde es gut. Zwischen dem aktuellen Comicstil, der sich gerade so einschleicht, finde ich es wirklich ansprechend und was anderes. Man erkennt die Schwimmerin, von der man einfach ausgeht das es Tilda ist und es wird einfach wieder nicht zuviel über das äußere der Protagonistin erzählt. Was mit persönlich ja immer sehr gut gefällt.
Mit dem Schreibstil, der Autorin musste ich erstmal warm werden. Er war für mich unfassbar schwer zu lesen, keine Ahnung warum. Es war natürlich auch kein Buch, dass man mal einfach so liest, sondern man musste "mitdenken".
Unsere Protagonistin hier war Tilda.
Sie hat recht früh gelernt, stark sein zu müssen und hat schnell ihre Kindheit in ein Erwachsenleben umgetauscht, gerade auch als ihre kleine Schwester Ida auf die Welt gekommen ist. Man merkt direkt, dass Ida für Tilda alles bedeutet.
Das Gegenteil davon ist ihre Mutter, die alkoholkrank ist und nichts auf die Kette bekommt.
Die Autorin hat hier sehr gut beschrieben, wie Tilda mit allem umgeht, wie sie ihr Studium, ihren Nebenjob, aber auch die Betreuung von Ida versucht unter einen Hut zu bekommen, sich dabei aber selbst komplett vernachlässig. Und die einzige Zeit die sich selbst als frei gönnt, sind ihre 22 Bahnen im Freibad.
Alles geht seinen gewohnten Trott, bis Viktor auftaucht und die Welt von Tilda ändert. Es kommt nicht nur die Vergangenheit zurück sondern auch der Entschluss endlich das eigene Leben leben zu wollen.
Viktor, war am Anfang für mich ein sehr unnahbarer Charakter, er hatte wie so eine Art Schutzmauer um sich, die aber nach und nach in dem Buch weggebröckelt ist. Man kam als Leser plötzlich an ihn ran, genauso wie Tilda.
Mein absoluter Lieblingscharakter war Ida, sie hat zum einen eine erstaunliche Wandlung in dem Buch gemacht und zum anderen war sie einfach zuckersüß. Sehr oft hätte ich sie gerne einfach in dem Arm genommen. Und war dann auch oft überrascht, wie erwachsen sie gegen Ende des Buches geworden ist.
Alles in einem war es für mich ein gutes Buch, was ich mir auch sehr gut als Schullektüre vorstellen kann. Aber tatsächlich konnte ich den Hype um das Buch nicht verstehen.
Fazit
Das Buch bekommt von mir....
Die Rechte an Cover und Klappentext liegen alleine bei dem Verlag und der Autorin


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