Mein erstes Buch das ich 2026 beendet habe und das mich teilweise sehr zum nachdenken gebracht hat.
Rezension Tote Schwänge tanzen nicht
Klappentext
Ballerinen haben zwei Gesichter. Eines, das für das Publikum bestimmt ist. Und das andere, das niemand zu Gesicht bekommen soll- mit einem verblassenden Lächeln, das sich hinter den Kulissen zu einer Grimasse verzieht, gezeichnet von Erschöpfung und Schmerz, keuchend nach Luft. Wenn man diese Gesichter filmen würde, könnte man meinen, es handelt sich um eine erschreckende Enzyklopädie des menschlichen Leidens. Wie in einem militärischen Ausbildungscamp werden sie darauf trainiert, vor dem Publikum zu strahlen- so auch die Erzählerin dieser Gesichte. Sie ist noch keine vierzehn Jahre alt und schon Expertin für Abführmittel und Erbrechen, um das Gewicht zu halten. Der Traum, eine Primaballerina zu werden, verwandelt sich zunehmend in einen Albtraum. In den düsteren Ecken, des Prager Nachtlebens der späten 1990-er Jahre sucht sie Ablenkung und flüchtet sich in die verführerische Welt von Party, Drogen und ersten sexuellen Erfahrungen.
Warum ich gerade dieses Buch als erstes in diesem Jahr beendet habe
Als ich im Dezember damit begonnen habe, habe ich mir zunächst eher schwer getan mit dem Buch, aber dann gerade über Silvester lief es immer besser und besser und zack war es beendet.
Inhalt
Eine Ballerina zu sein ist nicht einfach, es erfordert Disziplin, harte Arbeit und Durchhaltevermögen. Doch was ist, wenn einem das alles zuviel wird?
Erster Satz
Und eins, und zwei, und drei, und vier.
Meine Meinung
Als das Buch bei mir ankam war ich schon sehr neugierig darauf, wie es mich wohl überzeugen wird und ich war im Endeffekt sehr überrascht.
Kommen wir als erstes zum Cover. Ich finde es sehr ansprechend und es sticht einem auch direkt ins Auge und es ist einfach sehr passend zu dem Titel und allem.
Mit dem Schreibstil der Autorin, hab ich mir am Anfang wirklich sehr herb getan und es hat auch seine Zeit gebraucht bis ich endlich in der Geschichte an sich angekommen war.
Unsere Protagonistin hier, was für mich persönlich das erste Mal so war, war namenlos. Es war alles komplett aus alles aus der Ich-Perspektive geschrieben und witzigerweise wurde sie auch von keiner Person irgendwie mit dem Namen angesprochen oder in der Hinsicht.
Wir begleiten die Protagonistin zu ihrem Traum Ballerina zu werden und erleben wie hart das alles ist und man keine Rücksicht darauf nimmt, dass es hier Kinder sind. Das sie überhaupt an diese Schule gegangen ist, ist die Schuld ihrer damaligen Grundschullehrerin, die sie mit dem ganzen in Berührung gebracht hat.
Ich fand es sehr erschreckend, wie die schulische Ausbildung unter dem ganzen Traum eine Primaballerina zu werden gelitten hat. Man wollte nur seinen Traum verfolgen und für was braucht man dann noch Mathe oder Englisch, wenn man irgendwann auf der großen Weltbühne steht.
Wir begleiten unsere Protagonistin durch sämtliche Situationen und bekommen mit, wie Mädchen kommen und gehen, wer es aushält und wer nicht oder wer gehen muss weil sein Gewicht nicht stimmt. Auch hier erfahren wir von unserer Protagonisten, welche Tricks es gibt das man das wöchentliche Wiegen übersteht.
Umso älter unsere Ballerina wird umso mehr Zweifel kommen auch auf. Man erfährt auch als Leser, was aus denen geworden ist die mal auf der Schule waren und Ballerina werden wollten. Und man bekommt auch einen Einblick, was passiert wenn man Ballerina war und dann für das Theater und die große Bühne mit Anfang/Mitte 30 plötzlich zu alt geworden ist.
Gegen Mitte des Buches, wollte ich einfach nur noch wissen ob unsere Protagonistin ihren Traum weiter verfolgen wird oder ob sie irgendwann die Reißleine zwischen wird. Man merkt schon, dass umso älter sie wird umso mehr kommt sie in Grübeln und das machte alles noch umso interessanter.
Alles in einem war es ein sehr interessantes Buch, zu einem Thema mit dem ich mich selbst noch nie beschäftigt habe. Zum einen habe ich mir schon gedachte das eine Ausbildung zur Ballerina nicht so einfach sein kann, aber mit so einem Drill hätte ich nie gerechnet, und eigentlich wird man teilweise schon gebrochen.
Fazit
Das Buch bekommt von mir...
Ein Dankeschön geht an den Anthea Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar
Die Rechte an Klappentext und Cover liegen alleine bei dem Verlag und der Autorin


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